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Internationalisierung

Neue Potenziale im MERCOSUR-Raum nutzen!

Am 1. Mai 2026 wird das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten vorläufig in Kraft treten. Die LEG unterstützt Thüringer Unternehmen mit unterschiedlichen Formaten bei der Erschließung dieses dynamischen Wirtschaftsraums
Mercosur- und EU-Flagge wehen zusammen

Bild: rarrarorro / istockphoto.com

Es ist soweit: Wie die EU-Kommission bereits im März ankündigte, wird am 1. Mai das neue Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) zumindest vorläufig in Kraft treten. Damit entsteht eine der weltweit größten Freihandelszonen mit einem Markt von über 700 Mio. Verbraucherinnen und Verbrauchern, der den EU-Unternehmen einen enormen globalen Wettbewerbsvorteil verschafft. Diese profitieren von niedrigeren Zöllen in einer Region, in der die meisten anderen Länder mit hohen Zöllen und anderen Handelshemmnissen konfrontiert sind. So senkt das Abkommen die oft prohibitiven Zölle des Mercosur auf EU-Exporte, auch für wichtige Industriegüter wie Autos (derzeit 35 %), Maschinen (14-20 %) und Arzneimittel (bis zu 14 %). Über 90 Prozent der bilateral gehandelten Güter sollen langfristig von Zöllen befreit werden. Schätzungen der EU-Kommission zufolge wird das Abkommen die jährlichen Exporte der EU in den Mercosur um bis zu 39 % (49 Mrd. EUR) steigern und damit mehr als 440 000 Arbeitsplätze in ganz Europa sichern. Bereits jetzt unterstützt der Handel mit Mercosur mehr als 600.000 Arbeitsplätze in der EU.

Laut Bundeswirtschaftsministerium ist das Abkommen für Deutschland von großer gesamtwirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. So setzt es ein nachhaltig positives Signal gegen protektionistische Tendenzen und für eine regelgebundene Handelspolitik. Rund 12.500 deutsche Unternehmen exportieren bereits in den Mercosur, von denen fast 75 % kleine und mittlere Betriebe sind.

Für Thüringer Unternehmen ist Brasilien der wichtigste Mercosur-Markt. Die LEG unterstützt Thüringer Exporteure dabei, die sich aktuell ergebenden Marktmöglichkeiten möglichst effektiv zu nutzen.

Auf der Hannover Messe organisierte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der brasilianische Industriedachverband die „42. Deutsch-Brasilianische Wirtschaftstage“. Thüringen war hier mit mehreren Unternehmen und einem eigenen Stand vertreten. Die hochrangig besetzte Veranstaltung wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva eröffnet und bot Thüringer Unternehmen die ideale Plattform, sich zu vernetzten und neue Geschäftspartnerschaften anzubahnen. Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete Brasilien in seiner Rede als Schlüsselpartner in einer schwieriger werdenden Welt und Brückenbauer unter den BRICS-Staaten.

Ebenfalls anwesend war der Thüringer Auslandsbeauftragte Dietmar Sukop, der sonst von Porto Alegre aus Thüringer Unternehmen bei der Bearbeitung des gesamten brasilianischen Marktes unterstützt. Er steht Thüringer Unternehmen zur Verfügung, wenn es beispielsweise darum geht, Kontakte in Brasilien zu generieren oder Marktinformationen zu beschaffen. Nähere Informationen und die Kontaktinformationen finden Sie auf unserer Website.

Vom 31. Oktober bis 7. November wird eine Thüringer Delegation unter Leitung von Wirtschaftsministerin Colette Boos-John nach Argentinien und Brasilien aufbrechen, um die Beziehungen zu diesen Märkten weiter zu forcieren. Konkret werden die Wirtschaftsmetropolen Buenos Aires, Porto Alegre und Rio de Janeiro besucht. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Website.

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